CALM – Psychoonkologische Kurzzeittherapie bei fortgeschrittener Tumorerkrankung

Hintergrund

Patient*innen mit fortgeschrittener oder metastasierter Tumorerkrankung sehen sich mit psychischen Extrembelastungen konfrontiert. „Managing Cancer and Living Meaningfully“ (CALM) ist eine individuelle, evidenzbasierte, psychoonkologische Kurzzeittherapie speziell für fortgeschritten Erkrankte. Sie wurde von Gary Rodin et al. (Toronto) entwickelt, um diesen Patient*innen und ihren Angehörigen eine bessere Bewältigung der Erkrankung zu ermöglichen.

Die psychotherapeutische Intervention soll in wenigen Sitzungen psychische Belastungen, wie z.B. Depressivität, Demoralisierung sowie Ängste vor Tod und Sterben reduzieren und die Lebensqualität durch den Zugewinn an Hoffnung und Lebenssinn verbessern. Schließlich soll auch die Kommunikation zwischen Patient*innen und dem medizinischen Behandlungsteam verbessert werden.

CALM wurde an den Universitätskliniken Hamburg und Leipzig in einer randomisiert kontrollierten Studie überprüft. Der Kurs wird von CALM-Dozent*innen durchgeführt, die in Toronto von Gary Rodin und seinem Team geschult und supervidiert wurden.

Inhalte und Methoden

Der Fokus liegt bei CALM auf vier Themenbereichen, die für eine Palliativsituation typisch sind:

  • Symptommanagement und Kommunikation mit dem Behandlungsteam
  • Veränderungen der eigenen Person und der Beziehungen zu nahestehenden Menschen
  • Spiritualität oder Gefühl von eigener Bestimmung und Sinnhaftigkeit
  • Aufrechterhaltung von Hoffnung und Auseinandersetzung mit dem Tod

Im Rahmen des Kurses werden therapeutische Wirkmechanismen der CALM-Therapie durch Fallvorstellungen, Audiobeispiele und Rollenspiele vorgestellt und gemeinsam erarbeitet.

In Kleingruppen erhalten die Teilnehmenden eine fallbezogene Supervision.

Organisatorische Hinweise

 

Seminarleitung

Frank Schulz-Kindermann
Dr. phil., Dipl.-Psych., Psychologischer Psychotherapeut, Supervisor, Psychoonkologe (WPO/DKG),
Psychotherapeutische Praxis, Hamburg

Katharina Scheffold
Dr. rer. med., M.Sc. Psych., Psychoonkologin (WPO/DKG), Institut für Medizinische Psychologie, Universitätsklinikum Eppendorf, Hamburg

Zugangsvoraussetzungen, Fortbildungspunkte

Teilnehmen können psychoonkologisch Tätige mit psychosozialem oder medizinischem Hochschulabschluss und wissenschaftlich anerkannter psychotherapeutischer Zusatzausbildung.

Die Akkreditierung erfolgt durch die Psychotherapeutenkammer Hamburg. Ärztekammern erkennen die Fortbildungspunkte an.

Termine

Block 1: 28. – 29.04.23
Block 2: 10. – 11.11.23

Freitag             12.30 – 20.00 Uhr
Samstag            9.00 – 17.45 Uhr

Tagungsort

Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)
Institut für Medizinische Psychologie
Martinistraße 52
20246 Hamburg

Kosten

Die Kursgebühr beträgt 900 €
inkl. Kursunterlagen und Pausenverpflegung.

Umfang

34 Fortbildungseinheiten, davon 6 FE Supervision
max. 20 Teilnehmende

Anmeldung

Anmeldungen sind nur noch auf Warteliste möglich.

Stornierung

Die schriftliche Abmeldung ist bis 28 Tage (4 Wochen) vor Kursbeginn möglich. Die Stornogebühr beträgt 90 €. Bei späterer Absage fallen die vollen Gebühren an.

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