Vertiefungsseminare 2. Halbjahr 2019

Seit 1994 führt die Weiterbildung Psychosoziale Onkologie (WPO) in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft für Psychoonkologie (PSO) und der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Psychosoziale Onkologie (dapo) verschiedene Curricula zur psychoonkologischen Qualifizierung durch, die von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) zertifiziert sind.

Die Vertiefungsseminare ergänzen das Angebot der WPO-Curricula, um dadurch einen Beitrag zur Nachhaltigkeit der Qualifizierung, Vernetzung der Psychoonkologen/innen sowie mittelbar zur Verbesserung der psychosozialen Versorgung von Krebspatienten zu leisten.

Seminarangebote

6. Sinnzentrierte Interventionen in der Psychoonkologie
7. Körpertherapeutische Interventionen in der Psychoonkologie
8. Gespräche über Tod und Sterben – praktische Übungen zur Enttabuisierung
9. Existenzielle Fragestellungen in der therapeutischen Arbeit mit Krebskranken (Teil 2)
10. Hypnotherapeutische Interventionen bei Tumorschmerzen
6. Sinnzentrierte Interventionen in der Psychoonkologie

13. 14.09.19, Fr. 12:30 – Sa. 16:30

Leipzig
Tagungshaus: Hotel Michaelis, Leipzig (www.michaelis-leipzig.de)

Kursgebühr: 360 €
14 Unterrichtseinheiten, max. 24 Teilnehmer

Antje Lehmann-Laue, Dipl.-Psych., Psychologische Psychotherapeutin, Leipzig
Helge Danker, Dr. rer. med., Dipl.-Psych., Leipzig

Dieser Workshop gibt einen Überblick über Theorie und Praxis einer supportiv-expressiven Intervention für Einzelpersonen und Paare, die psychisch und körperlich im Zusammenhang mit einer metastasierten und fortgeschrittenen Krebserkrankung belastet sind. Die supportiv-expressive Kurzzeitintervention Managing Cancer and Living Meaningfully“ (CALM) zielt auf die Reduktion psychischer Belastungen, Verbesserung der Lebensqualität sowie Förderung von innerem Wachstum und Reifung. Die Intervention umfasst die vier übergeordneten Dimensionen:

  • Symptommanagement und Kommunikation mit dem Behandlungsteam
  • Veränderungen des Selbst und der Beziehungen zu nahestehenden Menschen
  • Lebenssinn und Spiritualität sowie
  • Gedanken an Zukunft, Hoffnung, Sterblichkeit

In den Einzelsitzungen geht es inhaltlich um die

  • enge Zusammenarbeit mit dem Behandlungsteam mit Ziel einer optimalen Versorgung und Symptomkontrolle
  • Unterstützung bei der Anpassung in partnerschaftlichen, familiären und anderen wichtigen Beziehungen
  • Förderung von Hoffnung und Lebenssinn sowie
  • Unterstützung bei Anliegen, die die weitere Zukunfts- und Versorgungsplanung betreffen.

Die TeilnehmerInnen können eigene Fallbeispiele einbringen. Der Workshop richtet sich an InteressentInnen mit psychotherapeutischer Qualifikation.

7. Körpertherapeutische Interventionen in der Psychoonkologie

27. – 28.09.19, Fr. 12:30 – Sa. 17:00 Warteliste

Münster
Tagungshaus: DRK-Tagungshotel Dunant

Kursgebühr: 360 €
14 Unterrichtseinheiten, max. 16 Teilnehmer

Bernhard Kleining, Dipl.-Psych., Psychologischer Psychotherapeut, Psychother. Praxis, Osnabrück

Der Körper von Krebspatienten ist durch die Krankheit verletzt. Medizinische Behandlungen wie OP, Chemotherapie und Bestrahlung haben ihre Spuren hinterlassen. Wie können wir Patienten helfen, auf körperlichem Gebiet neue und hilfreiche Erfahrungen zu machen und eigene Ressourcen wieder zu entdecken, ohne dass sie sich gleich zu „positivem Denken“ verpflichtet fühlen? Im Seminar sollen folgende Inhalte vermittelt werden:

  • Einführung in körperorientierte Interventionen
  • Bindungserfahrungen im Krankheitsverlauf
  • Nutzung körperlicher Erfahrungen bei der Identifizierung des Unterstützungsbedarfs
  • Halt gebende Interventionen
  • Arbeit mit körperlicher Resonanz
  • Umgang mit körperlichen Grenzen
  • Körperliche Suchprozesse

Der Schwerpunkt des Seminars liegt in der eigenen Erfahrung und der praktischen Umsetzung der Interventionen

8. Gespräche über Tod und Sterben – praktische Übungen zur Enttabuisierung

18. – 19.10.19, Fr. 12:30 – Sa. 17:00

Aachen
Tagungshaus: Jugendherberge Aachen (www.aachen-jugendherberge.de)

Kursgebühr: 360 €
14 Unterrichtseinheiten, max. 18 Teilnehmer

Andrea Petermann-Meyer, Dr. med., Ärztl. Psychotherapeutin, Supervisorin, Aachen

Wenn in den Gesprächen mit onkologischen PatientInnen das Thema Tod in der Luft liegt, soll man es aktiv ansprechen? Verschreckt man PatientInnen und Angehörige damit? Kann es hilfreich sein?

Wir begeben uns zunächst auf einen Diskurs: Als Kinder und Jugendliche durchlaufen alle Menschen eine natürliche Auseinandersetzung mit den Themen Tod und Sterben. Mehr oder weniger bewusst nähern sie sich diesen Themen und entwickeln ein sogenanntes reifes Todeskonzept, oft auch Vorstellungen von einem Leben nach dem Tod. Können wir für unsere Arbeit mit onkologischen PatientInnen von diesem natürlichen Annäherungsprozess lernen und Konsequenzen für die praktische Arbeit entwickeln?

Das Seminar beinhaltet Fallarbeit, viele praktische Elemente für die psychoonkologische Arbeit und kleine Anleihen aus der Selbsterfahrung.

9. Existenzielle Fragestellungen in der therapeutischen Arbeit mit Krebskranken (Teil 2)

08. – 09.11.19, Fr. 14:00 – Sa. 17:00 Warteliste

Hamburg
Tagungshaus: Univ.-Klinikum Hamburg-Eppendorf

Kursgebühr: 360 €
14 Unterrichtseinheiten, max. 20 Teilnehmer

Frank Schulz-Kindermann, Dr. phil., Dipl.-Psych., Psychologischer Psychotherapeut, Hamburg

In der psychoonkologischen Arbeit mit schwerkranken PatientInnen in der letzten Lebensphase geht es häufig um zentrale existentielle Fragen:

  • Welchen Sinn hat mein Leben noch?
  • Welchen Sinn haben die andauernden Behandlungsmaßnahmen?
  • Bin ich Herr über die Beendigung meines Lebens? Kann ich noch Hoffnung haben?
  • Gibt es ein Danach?

Diese Fragen sollten in einer authentischen Begegnung zwischen BegleiterIn und PatientIn Raum finden. Existenzielle Philosophie und Spiritualität eignen sich, um uns als Gegenüber persönlich mit diesen letzten Fragen in Berührung zu bringen. Daher sollen in diesem Vertiefungsseminar existenzielle Fragestellungen in der therapeutischen Arbeit weiter vertieft werden. Der Schwerpunkt liegt auf der intensiven Auseinandersetzung mit existenziellem Denken und soll einen breiten Raum für persönliche und fallbezogene Beispiele geben. Ebenso werden konkrete Übungen für die psychoonkologische Praxis vorgestellt.

Das Seminar richtet sich an PsychotherapeutInnen.

10. Hypnotherapeutische Interventionen bei Tumorschmerzen

29. – 30.11.19, Fr. 12:30 – Sa. 17:00 Warteliste

Neu-Ulm
Tagungshaus: RiKu-Hotel (www.RiKu-Hotel.de)

Kursgebühr: 360 €
14 Unterrichtseinheiten, max. 20 TeilnehmerInnen

Klaus Hönig, Dr. rer. nat., Dipl.-Psych., Psychologischer Psychotherapeut, Ulm

Der Workshop führt ein in die therapeutische Nutzung subjektiver Trance-Phänomene sowie die Grundregeln der Trance-Sprache. Er bietet einen Überblick über spezifische hypnotische Techniken und hypnotherapeutische Strategien zur Behandlung akuter symptomatischer sowie chronischer Schmerzen. Außerdem bietet er Gelegenheit zum praktischen Einüben dieser Strategien und Fertigkeiten. Ziel der Interventionen ist es, die Selbstmanagementfertigkeiten der Betroffenen zu stärken.

Für den Bereich chronischer Schmerzen wird ein umfassendes neurobehaviorales Modell für die wirksame Nutzung ganzheitlicher hypnotischer Suggestionen vorgestellt. Neben inhaltlich-theoretischen Ausführungen wird das therapeutische Vorgehen praktisch demonstriert und Gelegenheit zur Selbsterfahrung in Trance geboten. Vorerfahrungen in Hypnose/Hypnotherapie sind nicht erforderlich.

Das Seminar richtet sich an PsychologInnen und ÄrztInnen.

Zielgruppe

Teilnehmen können PsychologenInnen, ÄrzteInnen, SozialarbeiterInnen/-pädagogenInnen, KlinikseelsorgerInnen und verwandte psychosoziale Berufsgruppen mit entsprechendem Hochschulabschluss und beruflicher Erfahrung in der Arbeit mit KrebspatientInnen.

Bitte beachten Sie die Einschränkungen bei Seminar 6/9/10.

Kosten

360 €, inkl. Pausenverpflegung, Kursunterlagen, ggf. Aufpreis für Verpflegung abhängig vom Tagungsort.

Anerkennung

Die Seminare werden durch die Ärzte- bzw. Psychotherapeutenkammern zertifiziert.

Stornierung

Bis vier Wochen vor Kursbeginn sind schriftliche Abmeldungen möglich, Gebühr 36 €.

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