Vertiefungsseminare

Seit 1994 führt die Weiterbildung Psychosoziale Onkologie (WPO) in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft für Psychoonkologie (PSO) und der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Psychosoziale Onkologie (dapo) verschiedene Curricula zur psychoonkologischen Qualifizierung durch, die von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) zertifiziert sind.

Die Vertiefungsseminare ergänzen das Angebot der WPO-Curricula, um dadurch einen Beitrag zur Nachhaltigkeit der Qualifizierung, Vernetzung der Psychoonkolog*innen sowie mittelbar zur Verbesserung der psychosozialen Versorgung von Krebspatient*innen zu leisten.

Die Vertiefungsseminare finden entweder Online oder in Präsenz statt (siehe Ausschreibung vom jeweiligen Seminar). Es gibt keine Hybridveranstaltungen. Die Online-Vertiefungsseminare haben einen eigenen technischen Support während des kompletten Seminars, inkl. ZOOM-Coaching vor Beginn.

Seminarangebote 2026

Schwere Krisen und Krisenintervention in der Onkologie – Warteliste

23. – 24.01.2026 online

Fr. 15.00 – 18.30 Uhr
Sa.  9.00 – 17.00 Uhr

Seminargebühr: 320 €
12 Unterrichtseinheiten

Bärbel Kolbe, Dr. phil., Dipl.-Psych., Psychologische Psychotherapeutin, Psychoonkologin (WPO/DKG), Asklepios Klinik Altona, Hamburg

In diesem Seminar geht es um die thematische Reflektion und Erarbeitung von Kriseninterventionsstrategien in der Onkologie. Neben theoretischen Grundlagen erfolgt die Bearbeitung des Umgangs mit schweren Krisen anhand von Fallbeispielen aus dem klinischen Alltag. Es wird zudem die Möglichkeit zur Bearbeitung von Kasuistiken der Teilnehmenden sowohl in Kleingruppen als auch in der Großgruppe geben.

Schwerpunktthemen:

  • Prinzipien der Krisenintervention
  • Die eigene Haltung zu Krisen auf der Grundlage eigener Erfahrungen der Krisenbewältigung
  • Hilfreiche Ressourcen für Kriseninterventionen in der Onkologie
  • Suizidalität zwischen Selbstbestimmung des Einzelnen und Fürsorgepflicht und Schutz des Lebens
  • Therapeutische Interventionen zum Umgang mit Todeswünschen und Selbsttötungsabsichten besonders in der palliativen Behandlungsphase

Cancer Survivorship – Langzeitüberleben nach Krebs – Warteliste

30. – 31.01.26 online

Fr. 15.00 – 18.30 Uhr
Sa.  9.00 – 17.00 Uhr

Seminargebühr: 320 €
12 Unterrichtseinheiten

Monika Bohrmann, Dipl.-Psych., Psychologische Psychotherapeutin, Psychoonkologin (WPO/DKG), Leitung Beratungsdienst, Hamburger Krebsgesellschaft
Georgia Schilling, PD Dr. med., Fachärztin für Innere Medizin, Hämatologie und Onkologie, Asklepios Nordseeklinik Westerland, Sylt

In den letzten Jahren hat das Thema Cancer Survivorship, d.h. das Langzeitüberleben mit und nach einer Krebserkrankung, zunehmend an Bedeutung gewonnen. Während noch vor einigen Jahren v.a. die Prognoseverbesserung und Lebenszeitverlängerung bei Krebspatient*innen und behandelnden Onkolog*innen im Vordergrund standen, geht es jetzt mehr und mehr darum, auch die Lebensqualität der Patient*innen in der Langzeitnachsorge zu beachten.

Nach einer Krebserkrankung und deren Therapie treten oft eine Reihe von körperlichen und seelischen Langzeitfolgen und Spätkomplikationen auf, die zu einer hohen psychosozialen Belastung führen können. In diesem Seminar werden an einer Reihe von Fallbeispielen die häufigsten und wichtigsten körperlichen und seelischen Langzeitfolgen thematisiert. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den psychoonkologisch relevanten Problembereichen wie Depressivität, Rezidivangst, Fatigue, veränderte Sexualität oder kognitive Einschränkungen. Es werden Fragen der Bedarfserfassung, Diagnostik und Durchführung geeigneter Interventionen bearbeitet. Ebenso wird der Stellenwert von Rehabilitationsmaßnahmen, speziellen Nachsorgeprogrammen und weiteren Lösungsansätzen dargestellt. Die Teilnehmer*innen werden ermutigt, eigene Fälle einzubringen.

Achtsamkeit und Mitgefühl in der Psychoonkologie – Warteliste

06. – 07.02.26 online

Fr. 15.00 – 18.30 Uhr
Sa.  9.00 – 17.00 Uhr

Seminargebühr: 320 €
12 Unterrichtseinheiten

Anette Brechtel, Dr. sc. hum., Dipl.-Psych., Psychologische Psychotherapeutin, Psychoonkologin (WPO/DKG), Psychotherapeutische Praxis Speyer

Im Kontext einer Krebserkrankung machen viele Patient*innen und Angehörige leidvolle Erfahrungen und wünschen sich, Erleichterung und Unterstützung im Umgang mit den vielfältigen Belastungen und Anforderungen. Oftmals entsteht Druck, „mit der Krankheit richtig umgehen zu können“ oder „positiver denken zu müssen“.

Zu unserem psychoonkologischen Alltag gehört es, diesem Leid, diesen Anforderungen zu begegnen, und wir sind bemüht, den betroffenen Menschen supportiv und ressourcenorientiert zur Seite zu stehen. Dazu müssen wir uns zunächst den schmerzhaften Erfahrungen der Betroffenen zuwenden, um dann im Weiteren hilfreiche Wege der Unterstützung zu finden. Hierbei erweist sich ein achtsamer, mitfühlender und liebevoller Umgang mit leidvollen Gefühlen und Erfahrungen als hilfreich und nährend – sowohl für die betroffenen Personen als auch für uns psychoonkologisch Tätige. Hierbei stellt die Haltung von Achtsamkeit und Selbstmitgefühl eine wichtige Ressource dar.

Auf der Basis verschiedener achtsamkeits- und selbstmitgefühlsbasierter Trainings (MBSR, MBCR, MBCL) sowie Therapieverfahren (ACT, CFT) werden in diesem Workshop theoretisches Wissen sowie praktische Übungen vermittelt, die in der Arbeit mit Patient*innen und Ange-hörigen hilfreich eingesetzt werden können, gleichzeitig aber auch unserer eigenen Psychohygiene nutzen.

Akzeptanz und Commitment-Therapie (ACT) in der Psychoonkologie – Warteliste

27. – 28.02.2026 online

Fr. 15.00 – 18.30 Uhr
Sa.  9.00 – 17.00 Uhr

Seminargebühr: 320 €
12 Unterrichtseinheiten

Christina Sauer, PD Dr. phil., Dipl.-Psych., Psychologische Psychotherapeutin, Psychoonkologin (WPO/DKG), Universitäres Centrum für Tumorerkrankungen, Leitung Psychoonkologie, Universitätsklinikum Frankfurt

Die Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT) – ein transdiagnostisches Verfahren der dritten Welle der Verhaltenstherapie – bietet aufgrund ihrer existentiellen Ausrichtung und ihrer Thematisierung von Werten, Achtsamkeit und Akzeptanz vielfältige Einsatzmöglichkeiten und erlebnisorientierte Interventionen für die Behandlung psychisch belasteter onkologischer Patient*innen.

Ziel der ACT ist die Etablierung einer achtsamen und akzeptierenden Grundhaltung gegenüber Gedanken und Gefühlen sowie das Bewusstwerden und Verfolgen von Werten und engagierten Handelns.

Das Online-Seminar bietet einen Einstieg in die ACT in der Psychoonkologie. Die sechs Kernprozesse des ACT-Hexaflex (Akzeptanz, Achtsamkeit, Werte, Commitment, Defusion und Selbst als Kontext) werden sowohl theoretisch vermittelt als auch praktisch anhand von Übungen erarbeitet. Die Teilnehmenden lernen ACT-Interventionen kennen, die sie in ihrer psychoonkologischen Praxis anwenden können.

Yoga bei Krebserkrankungen Warteliste

13. – 14.03.2026 online

Fr.  15.00 – 18.30 Uhr
Sa.   9.00 – 17.00 Uhr

Kursgebühr: 320 €
12 Unterrichtseinheiten

Elisabeth Jentschke, PD Dr. phil., Dipl.-Psych., Psychologische Psychotherapeutin, zertifizierte Entspannungs- und Yogatherapeutin, Psychoonkologin (WPO/ DKG), CCC Mainfranken, Universitätsklinikum Würzburg

Yoga ist ein zentrales Verfahren der Mind-Body-Medizin. In der S3-Leitlinie Komplementärmedizin in der Behandlung onkologischer Patient*innen finden sich zahlreiche Ergebnisse, dass durch Yoga verschiedene krankheits- und therapiebedingte Symptome bei Krebs nachweislich verringert werden können.

Viele Studien zeigen einen positiven Effekt auf die allgemeine Lebensqualität. Ebenso konnte durch Yoga die Verbesserung der Fatigue, Angst, Depressivität und Stressverarbeitung nachgewiesen werden. Achtsamkeits-basiertes Yoga kann in vielen Bereichen zum Einsatz kommen, wie z. B. im Akutkrankenhaus, in der Rehabilitationsklinik oder im ambulanten Setting, wie z. B. einer Psychotherapiepraxis oder Krebsberatungsstelle.

Ausgehend von einem kurzen Überblick über die wesentlichen psychischen Belastungen von Krebspatient*innen wird in diesem Vertiefungsseminar eine Einführung in die Zusammenhänge zwischen Körper und Geist und die Basiskonzepte des Yoga gegeben. Hierbei werden auch die wichtigsten Forschungsergebnisse zur Anwendung von Yoga bei Krebspatient*innen vorgestellt. Im praktischen Teil lernen die Teilnehmenden auf Krebspatient*innen abgestimmte Yoga-Übungen kennen und erhalten Anleitungen, um diese in die psychoonkologische Arbeit zu integrieren.

Interdisziplinäre Beratung von Ratsuchenden mit familiären Krebserkrankungen

25. – 26.09.26 online

Fr. 15.00 – 18.30 Uhr
Sa.  9.00 – 17.00 Uhr

Seminargebühr: 320 €
12 Unterrichtseinheiten

Özlem Özöncel: Dipl.-Psych., Psychologische Psychotherapeutin, Psychoonkologin, Praxis für Psychotherapie, Berlin
Oliver Özöncel: Dipl.-Psych., Psychoonkologe, Charité Universitätsmedizin Berlin, Berliner Krebsgesellschaft e.V.

In Deutschland hat ein Drittel der Bevölkerung einen Migrationshintergrund und geschätzt tritt jede sechste Krebsneuerkrankung bei einem Menschen mit Migrationshintergrund auf. Um eine adäquate psychosoziale Versorgung zu gewährleisten, wird seit vielen Jahren eine Förderung der Kultursensibilität und transkulturellen Kompetenz gefordert. Bei der Bewältigung von Krebserkrankungen und anderen existenziellen Belastungen haben zwar kulturelle Aspekte eine wesentliche Bedeutung, in der therapeutischen Arbeit sollten aber auch die vielfältigen Diskriminierungserfahrungen von Menschen mit Migrationshintergrund berücksichtigt werden. Darüber hinaus ist in Zeiten der Globalisierung jeder verschiedenen kulturellen Einflüssen ausgesetzt und Kultursensibilität sollte nicht nur als Spezialkompetenz, sondern als ein wichtiger allgemeiner Wirkfaktor der Psychotherapie und Beratung betrachtet werden. Anhand von Fallbeispielen werden die Besonderheiten der kultursensiblen Psychotherapie und Beratung im Bereich der Psychoonkologie herausgearbeitet, wobei der Schwerpunkt des Seminars auf türkeistämmigen Krebsbetroffenen liegt.

Inhalte des Seminars:

  • Vermittlung von Konzepten, Theorien und Forschungsergebnissen der transkulturellen Psychologie und Psychoonkologie sowie kritische Auseinandersetzung mit Konzepten des Kulturalismus
  • Reflektion und Arbeit an der eigenen kulturellen Identität
  • Vermittlung von Haltungen und Methoden für die psychotherapeutische und psychoonkologische Arbeit im transkulturellen Kontext
  • Austausch zu besonderen Herausforderungen bei der Arbeit mit Menschen mit Migrationshintergrund (eigene Vorurteile und Unsicherheiten, Konfrontation mit großem Leid, Umgang mit Rassismus- und Diskriminierungserfahrungen)
  • Auseinandersetzung mit Fallbeispielen aus der Arbeit mit Krebsbetroffenen mit Migrationshintergrund. Hierbei können eigene Fälle von den Teilnehmenden eingebracht werden

Sinnzentrierte Psychotherapie in der Psychoonkologie

Antje Lehmann-Laue

02. – 03.10.26 Leipzig Hotel Michaelis

Annekathrin Sender

Fr.    12.30 – 19.00 Uhr
Sa.    08.30 – 15.45 Uhr

Seminargebühr: 420 €
14 Unterrichtseinheiten

Antje Lehmann-Laue, Dr. rer. med. Dipl.-Psych., Psychologische Psychotherapeutin (rechts)
Annekathrin Sender, Dr. rer. med., Dipl.-Psych.
Beide: Med. Psychologie & Med. Soziologie, Psychoonkologische Ambulanz, Psychosoziale Beratungsstelle für Krebspatienten und Angehörige, Universitätsklinikum Leipzig

Krebspatient*innen sehen sich zu verschiedenen Zeitpunkten im Krankheitsverlauf mit existenziellen Fragen und Belastungen, der eigenen Sterblichkeit und psychischen Herausforderungen konfrontiert, die häufig die individuellen Bewältigungsstrategien überfordern und therapeutische Unterstützung notwendig machen. Die Sinnzentrierte Psychotherapie (SPT) für Krebspatient*innen nach William Breitbart und Shannon Poppito zielt darauf ab, das Sinnerleben, das psychische Wohlbefinden, die allgemeine Lebensqualität und die Resilienz von Krebspatient*innen nachhaltig zu stärken. Inspiriert durch die Arbeiten von Viktor Frankl und lrvin Yalom entwickelte die Forschungsgruppe um William Breitbart am Memorial Sloan-Kettering Cancer Center, New York diese Kurzzeit-Psychotherapie für Gruppen- und Einzeltherapieformate. Die Wirksamkeit der sinnzentrierten Intervention mit acht Sitzungen wurde in mehreren randomisiert-kontrollierten Studien international nachgewiesen und erlangt auch im deutschsprachigen Raum zunehmend mehr Aufmerksamkeit.

Im Workshop werden die Grundlagen, der theoretische Hintergrund sowie Ablauf, Ziele und Inhalte der Sinnzentrierten Psychotherapie anhand von verschiedenen Arbeitsmaterialien vorgestellt und vermittelt. Einzelne Module der SPT werden im praktischen Teil demonstriert und gemeinsam im Plenum oder Kleingruppen interaktiv durchgeführt. Die Teilnehmenden dürfen eigene Fälle einbringen, um kennenzulernen, wie SPT-Interventionen in der psychoonkologischen Praxis umgesetzt werden können.

Lernziele:

  1. Einblick in die Grundlagen der SPT, ihre Anwendungsbereiche, Zielgruppen und Grenzen zu erlangen
  2. Inhalte und Ablauf der SPT kennenlernen
  3. Einzelne Module der SPT gemeinsam und unter Anleitung durchführen und praktisch erproben

Zielgruppe: Ärztliche und Psychologische Psychotherapeut*innen, approbierte Kinder- und Jugendpsychotherapeut*innen, angehende Psychologische Psychotherapeut*innen in fortgeschrittener Ausbildung, Fachärzt*innen für Psychotherapeutische Medizin sowie für Psychiatrie, Psychosomatische Medizin und Psychotherapie oder mit Zusatztitel Psychotherapie.

Ältere Krebskranke in der Psychoonkologie

13. – 14.11.2026 Würzburg www.kolping-mainfranken.de

Fr. 12.30 – 18.00 Uhr
Sa.  9.00 – 17.00 Uhr

Seminargebühr: 420 €
14 Unterrichtseinheiten

Imad Maatouk, Prof. Dr. med., Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Medizinische Klinik 2, Lehrstuhl für Integrierte Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Universitätsklinikum Würzburg

Der medizinische Fortschritt geht mit demografischen Veränderungen einher. Mit zunehmendem Alter nimmt die Wahrscheinlichkeit zu, an Krebs zu erkranken. Ältere Patient*innen leiden häufig unter verschiedenen chronischen körperlichen und psychischen Erkrankungen. Die Einschätzung und Einordnung von Symptomen werden dadurch erschwert. Bei einem Teil der belasteten Patient*innen besteht darüber hinaus eine Skepsis gegenüber psychosozialen Unterstützungsangeboten.

Kenntnisse zu spezifischen körperlichen und psychosozialen Belastungen älterer Krebspatient*innen werden gemeinsam anhand zahlreicher Fallbeispiele erarbeitet. Besonderheiten der Diagnostik (z.B. Einschätzung von kognitiver Einschränkung, biopsychosozialer Komplexität, Polypharmazie und Gebrechlichkeit) und Behandlung (z.B. Beratung, Paarberatung und Umgang mit Sexualität, Psychotherapie im Alter sowie sozialrechtliche Besonderheiten) werden praxisnah vermittelt. Handlungsstrategien können von den Teilnehmenden in die eigene klinische Arbeit mit älteren Krebspatienten integriert werden. Die Schwelle eines Zugangs zu psychosozialen Unterstützungsangeboten kann gesenkt werden, um die stetig wachsende Gruppe älterer Krebspatient*innen besser erreichen und bedarfsgerecht versorgen zu können. Alle Teilnehmende sind eingeladen, eigene Fälle einzubringen, die gemeinsam reflektiert werden.

Akzeptanz und Commitment-Therapie (ACT) in der Psychoonkologie – Warteliste

20. – 21.11.2026 online

Fr. 15.00 – 18.30 Uhr
Sa.  9.00 – 17.00 Uhr

Seminargebühr: 320 €
12 Unterrichtseinheiten

Christina Sauer, PD Dr. phil., Dipl.-Psych., Psychologische Psychotherapeutin, Psychoonkologin (WPO/DKG), Universitäres Centrum für Tumorerkrankungen, Leitung Psychoonkologie, Universitätsklinikum Frankfurt

Die Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT) – ein transdiagnostisches Verfahren der dritten Welle der Verhaltenstherapie – bietet aufgrund ihrer existentiellen Ausrichtung und ihrer Thematisierung von Werten, Achtsamkeit und Akzeptanz vielfältige Einsatzmöglichkeiten und erlebnisorientierte Interventionen für die Behandlung psychisch belasteter onkologischer Patient*innen.

Ziel der ACT ist die Etablierung einer achtsamen und akzeptierenden Grundhaltung gegenüber Gedanken und Gefühlen sowie das Bewusstwerden und Verfolgen von Werten und engagierten Handelns.

Das Online-Seminar bietet einen Einstieg in die ACT in der Psychoonkologie. Die sechs Kernprozesse des ACT-Hexaflex (Akzeptanz, Achtsamkeit, Werte, Commitment, Defusion und Selbst als Kontext) werden sowohl theoretisch vermittelt als auch praktisch anhand von Übungen erarbeitet. Die Teilnehmenden lernen ACT-Interventionen kennen, die sie in ihrer psychoonkologischen Praxis anwenden können.

Körpertherapeutische Interventionen in der Psychoonkologie – Warteliste

11. – 12.12.26 Kassel, CVJM Tagungshaus Kassel.de

Fr.  12.30 – 18.00 Uhr
Sa.  9.00 – 17.00 Uhr

Kursgebühr: 420 €
14 Unterrichtseinheiten

Bernhard Kleining, Dipl.-Psych., Psychologischer Psychotherapeut, Psychoonkologe (WPO/DKG), Psychotherapeutische Praxis, Osnabrück
Claudia Fischer, Dipl.-Psych., Psychologische Psychotherapeutin, Psychoonkologin (WPO/DKG), Psychotherapeutische Praxis, Heidelberg

Der Körper von Krebspatient*innen ist durch die Krankheit verletzt. Medizinische Behandlungen wie OP, Chemotherapie und Bestrahlung haben ihre Spuren hinterlassen. Wie können wir Patient*innen helfen, auf körperlichem Gebiet neue und hilfreiche Erfahrungen zu machen und eigene Ressourcen wieder zu entdecken, ohne dass sie sich gleich zu „positivem Denken“ verpflichtet fühlen? Im Seminar sollen folgende Inhalte vermittelt werden:

  • Einführung in körperorientierte Interventionen
  • Bindungserfahrungen im Krankheitsverlauf
  • Nutzung körperlicher Erfahrungen bei der Identifizierung des Unterstützungsbedarfs
  • Halt gebende Interventionen
  • Arbeit mit körperlicher Resonanz
  • Umgang mit körperlichen Grenzen
  • Körperliche Suchprozesse

Der Schwerpunkt des Seminars liegt in der eigenen Erfahrung und der praktischen Umsetzung der Interventionen.

Zugangsbedingungen

Teilnehmen können Psycholog*innen, Ärzt*innen, Sozialarbeiter*innen, Sozialpädagog*innen, Klinikseelsorger*innen und verwandte psychosoziale Berufsgruppen mit entsprechendem Hochschulabschluss und beruflicher Erfahrung in der Arbeit mit Krebspatient*innen.


Fortbildungspunkte

Die Akkreditierung erfolgt durch die jeweilige Psychotherapeuten- oder Ärztekammer. Die Kammern erkennen die Akkreditierungen gegenseitig an.

Kosten

320 € pro Online-Seminar (12 Unterrichtseinheiten)
420 € pro Präsenz-Seminar (14 Unterrichtseinheiten, inkl. Pausenverpflegung)


Anmeldung

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Stornierung

Die schriftliche Abmeldung ist bis 28 Tage (4 Wochen) vor dem Seminar möglich. Die Stornogebühr beträgt 50 €. Bei späterer Absage fallen die vollen Gebühren an.

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