Die Geschichte der Weiterbildung Psychosoziale Onkologie

Die Weiterbildung Psychosoziale Onkologie startete 1994 in Deutschland als gemeinsames curriculares Fortbildungsangebot der psychoonkologischen Fachverbände: Arbeitsgemeinschaft für Psychoonkologie der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. (PSO) und der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Psychosoziale Onkologie e.V. (dapo). Organisatorisch war die WPO angebunden an die Psychosoziale Nachsorgeeinrichtung Heidelberg, unter Leitung von Prof. Dr. med. Reinhold Schwarz, der gleichzeitig Sprecher der PSO war und auf eine langjährige Erfahrung in der Seminar- und Kongressplanung zurückgreifen konnte. Silke von Saalfeld (geb. Ludwig) ist seit Beginn für die organisatorische Durchführung verantwortlich.

Das erste konzeptionelle Treffen für eine psychoonkologische Fortbildung fand 1992 in Bad Sooden-Allendorf mit den Teilnehmern Jürgen Alpers, Jürg Bernhard, Gabriele Blettner, Rainer Dietz, Henning Flechtner, Manfred Heim, Monika Keller, Thomas Küchler, Christian Leuschner, Gerda Ratsak, Klaus Röttger, Reinhold Schwarz, Alexander vom Kolke, Petra Wechsung und Peter Zürner statt. In diesen Arbeitstreffen entstand 1995 das sog. Soodener Papier als Grundlage für das spätere psychoonkologische Curriculum.

Die ersten Kurse wurden 1994 und 1995 als Pilotseminare in Nord- und Süddeutschland durchgeführt. 1996 folgten die ersten Grund- und Aufbaukurse, mit je 4 Blöcken. 2003 wurde der Grundkurs von 4 auf 5 Blöcke erweitert. 2009 wurde aus dem Grund- und Aufbaukurs ein komprimierter Gesamtkurs, das Interdisziplinäre Curriculum (WPO-IC) mit insgesamt 7 Blöcken. Seit 2005 gibt es ein WPO-Curriculum für approbierte Psychotherapeuten/innen (WPO-PT). Die ersten Kommunikationstrainings für onkologisch tätige Ärzte und Ärztinnen waren 2008 Vorläufer für die WPO-Vertiefungskurse, die bis heute mit steigender Zahl neben den Curricula zu einem festen Bestandteil unseres Angebots geworden sind. 2018 fand erstmals das PMP-Curriculum Psychoonkologie für Fachärzte (in Weiterbildung) für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie statt. Seit 2018 werden auch Supervisionsseminare angeboten.

Mit der Gründung des eingetragenen Vereins für Fort- und Weiterbildung Psychosoziale Onkologie (WPO e.V.) am 10.12.2004 in Heidelberg wurde eine gemeinnützige rechtliche Grundlage für die WPO geschaffen. Die WPO e.V. hat eine enge Anbindung an das Universitätsklinikum Heidelberg (Sektion Psychoonkologie, Klinik für Allgemeine Innere Medizin und Psychosomatik, Ärztlicher Direktor Prof. Dr. H.C. Friederich) sowie die psychoonkologischen Fachverbände (PSO, dapo).

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