Psychosoziale Beratung und Gesprächsführung (PBG)

Seit 1994 führt die Weiterbildung Psychosoziale Onkologie (WPO) verschiedene Curricula zur psychoonkologischen Qualifizierung durch, die von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) zertifiziert sind. Das neue Angebot zur psychosozialen Beratung und Gesprächsführung, mit initiiert durch die BAK, ergänzt die WPO-Curricula, um ein weiteres Format zur Qualifizierung von Mitarbeiter*innen psychosozialer Krebsberatungsstellen entsprechend den Fördergrundsätzen des GKV-Spitzenverbandes für ambulante Krebsberatungsstellen.

Veranstalter

Verantwortlich für die Inhalte und Organisation ist der Verein für Fort- und Weiterbildung Psychosoziale Onkologie e.V. (WPO), Vorstand: Prof. Dr. Joachim Weis (Freiburg), Gabriele Blettner (Wiesbaden), Dr. Klaus F. Röttger (Bochum).

In Kooperation mit

Kooperationspartner ist die Bundesarbeitsgemeinschaft für ambulante psychosoziale Krebsberatung e.V. (BAK), vertreten durch Gudrun Bruns (Münster), Markus Besseler (München), Martin Wickert (Tübingen).

Seminarleitung

Martin Wickert, Dipl.-Psych., ehem. Leiter der psychosozialen Krebsberatungsstelle am Universitätsklinikum Tübingen. Gudrun Bruns, Dipl.-Soz.-Päd., Krebsberatung Tumornetzwerke im Münsterland (TiM) e.V., Münster.

Termine

Block 1: 14. – 15.01.22
Block 2: 11. – 12.02.22

Freitag           12.30 Uhr bis 19.30 Uhr
Samstag          9.00 Uhr bis 16.30 Uhr

Tagungshaus

Hoffmanns Höfe
Heinrich-Hoffmann-Straße 3
60528 Frankfurt am Main
www.hoffmanns-hoefe.de

Umfang/Kosten

28 Unterrichtseinheiten à 45 Min., in 2 Blöcken, mit max. 24 Teilnehmer*innen.

Die Kursgebühr beträgt 800 € (inkl. Kursunterlagen/Pausenverpflegung), zzgl. Unterkunft bei Bedarf.

Inhalte (Auszug)

Rahmenbedingungen und Grundlagen der Beratung in der Psychoonkologie
– Beratung im Kontext psychoonkologischer Versorgungsangebote
– Interventionsspektrum der Krebsberatung
– Möglichkeiten und Grenzen der Beratung
– Qualitätssicherung und Evaluation

Theoretische Grundlagen – Beratungsansätze
– Kommunikations- und Interaktionsmodelle
– Klientenzentrierte Beratung
– Systemische, lösungsorientierte Beratung
– Ressourcenorientierte Beratung

Beratungsgespräch – Praxis der Gesprächsführung
– Die vier Arten des Zuhörens
– Gesprächsstörer erkennen, Gesprächsförderer nutzen
– Umgang mit Emotionen im Gespräch
– Fragetechniken
– Umgang mit Widerstand, Ablehnung, Abwehr, Zweifel

Beratungsprozess
– Rechtliche Grundlagen
– Erstgespräch: Anamnese, Auftragsklärung, Zielformulierung
– Beziehungsgestaltung und Arbeitsbündnis
– Neutralität vs. Parteilichkeit

Herausfordernde Beratungssituationen
– Umgang mit Konflikten, Aggression und Trauer
– Psychische Störungen bei Krebspatienten
– Krisenintervention und Suizidalität

Ziele und Zielgruppe

Ziel der Fortbildung ist es, die Teilnehmer*innen für die psychosoziale Beratung und Gesprächsführung mit Krebspatient*innen und deren Angehörigen zu qualifizieren.

Zielgruppen sind: Sozialarbeiter*innen, Psycholog*innen, Ärzt*innen und verwandte psychosoziale Berufsgruppen, z.B. Mitarbeiter*innen von Krebsberatungsstellen und Sozialdiensten in Krankenhäusern mit entsprechendem Hochschulabschluss.

Anerkennung

Diese Fortbildung orientiert sich an den Bestimmungen zur GKV-Regelfinanzierung für Krebsberatungsstellen.

Die Teilnahme an beiden Seminaren schließt mit einer qualifizierenden Teilnahmebescheinigung der WPO/BAK ab.

Anmeldung

Sie können sich über unsere Internetseite online anmelden (s.u.). Sichern Sie sich rechtzeitig Ihren Platz. Anmeldeschluss ist der 14.11.21.

Voraussetzung

Als Zugangsbedingung ist die professionelle Beratungstätigkeit im psychoonkologischen Bereich (Psychosoziale Krebsberatungsstelle oder andere Versorgungsbereiche) erforderlich.

Eine erfolgreich absolvierte DKG-anerkannte psychoonkologische Weiterbildung ist wünschenswert, aber nicht notwendig.

Abschluss

Die Abschlussbescheinigung dient Mitarbeiter*innen von Krebsberatungsstellen als Nachweis der „Befähigung zur psychosozialen Beratung“.

Für weitere Informationen siehe „Fördergrundsätze des GKV-Spitzenverbandes für ambulante Krebsberatungsstellen gemäß § 65e SGB V“.

Stornierung

Die schriftliche Abmeldung ist bis vier Wochen (28 Tage) vor Kursbeginn möglich. Die Stornogebühr beträgt 80 €. Bei späteren Stornierungen fallen die vollen Gebühren an. Eine Ersatzperson kann ggf. benannt werden.

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